Ubeda

Ubeda

Auf Ihrer Reise nach Úbeda erkunden Sie eine Stadt, die die drittgrößte Stadt der Provinz Jaén ist. Dieser im Innenland gelegene Touristenmagnet beeindruckt mit einem für ganz Andalusien bedeutsamen Kulturerbe, das im engen Zusammenhang mit der Historie der Nachbarstadt Baeza steht. Allerdings lohnt sich in Úbeda nicht nur der Blick in die Vergangenheit. Denn das Städtchen hat auch eine moderne Seite. Wie unglaublich vielfältig der Sterbeort des Heiligen Johannes vom Kreuz ist, beweist beispielsweise der Blick auf den Veranstaltungskalender.

Ein sicherer Eintrag auf der UNESCO-Weltkulturerbeliste

Von den Flüssen Guadalquivir im Süden sowie Guadalimar im Norden sowie den Bergen des Gebietes „La Loma“ umgeben, gewährt die die Stadt Einblicke in eine Jahrhunderte alte Geschichte. Nachdem Úbeda erstmals von den Römern besiedelt wurde, wandelte sich die Ortschaft im 16. Jahrhundert zum Wegbereiter der Renaissance in Spanien. Als die zwei in der Stadt ansässigen Adelsgeschlechter bei Hofe größeren Einfluss gewannen, wurden humanistische Ideen von Úbeda ins ganze Land verbreitet. Staatssekretär Francisco de los Cobos und dessen Neffe Juan Vazquez de Molina setzten sich für eine Förderung von Palästen und Kirchen im plateresken Renaissancestil ein. Weiterhin etablierten sich Jaén sowie Úbeda als Ausgangspunkt der Eroberung von Granada. Ein weiterer historischer Meilenstein war das Jahr 1492, in dem der letzte nasridische Herrscher Muhammed XII. kapitulierte und die Herrschaft an die Katholischen Könige übergab. Damit galt die legendäre Reconquista und damit verbundene Rückeroberung der Iberischen Halbinsel fürs Christentum als vollendet. In Anbetracht dieser historischen Bedeutung erhielten Úbeda sowie die Nachbarstadt Baeza 2003 einen Eintrag auf der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes.

Auf dem Plaza Vazquez de Molina befinden sich die schönsten Renaissance-Bauten

Auf einer Sightseeingtour durch Úbeda sollten Sie direkt auf den Plaza Vazquez de Molina zusteuern, der das Herzstück des Renaissance-Erbes der Weltkulturstadt bildet. Hier angelangt, fällt Ihr Blick auf die Capilla del Salvador del Mundo, die als persönliche Kapelle des Staatssekretärs Francisco de los Cobos angelegt wurde. Erbaut von keinem Geringeren als dem damaligen Vorzeigearchitekten Andrés de Vandelvira, beeindruckt diese Kapelle mit Feinheiten wie der plateresken Hauptfassade oder einer Sakristei mit einzigartigen Medaillons oder Bildhauerarbeiten. Zu dieser Riege gesellen sich architektonische Kunstwerke wie der heutige Parador Palacio del Condestable Dávalos oder der Palacio de las Cadenas mit seiner unübersehbar streng symmetrisch angeordneten Fassade.

Santa Maria des los Alcázares: Eine Kirche mit Bilderbuchqualitäten

Santa Maria des los AlcázaresKirche Santa Maria des los Alcázares

Die Kirche Santa Maria des los Alcázares ist das Gotteshaus in Úbeda, dessen Schönheit alle anderen Kirchen übertrifft. Am südlichen Ende des Plaza Vazquez de Molina thront dieses Bauwerk, das schon im 13. Jahrhundert auf den Mauern einer einst maurischen Moschee erbaut wurde. Mehrmals um- und wieder aufgebaut, bietet das Gotteshaus heute einen bunten Mix aus verschiedenen Stilrichtungen. Beispielsweise spielen gotische und spätgotische Elemente eine Schlüsselrolle beim Baustil der Kirche. Kulturelle Paradebeispiele wie die mit zwei imposanten Türmen sowie liebevoll gestalteten Reliefs aufgewertete Casa de las Torres oder der Palacio Conde de Guidiana mit einem nicht minder schönen Turm werten das Stadtbild von Úbeda ebenfalls auf. Durch einen relativ schüchternen Baustil mit Elementen der Spätrenaissance zeichnet sich das Antigua Hospital de Santiago aus.

Festlichkeiten, die unterschiedlicher nicht sein könnten

Bei Ihrer Stadtrundtour lernen Sie eine Stadt mit tausend Gesichtern kennen, in der es die Einwohner verstehen, die Feste so zu feiern, wie sie fallen. Der Karneval und die Karwoche „Semana Santa“ sind Glanzpunkte des öffentlichen Lebens, bei denen Einheimische und Auswärtige für ausschweifende Feiern auf den Straßen, in Bars oder in Restaurants zusammenfinden. Auch am 16. Januar herrscht in Úbeda reges Treiben, wenn der Tag des Heiligen Antonius zelebriert wird. An diesem Tag entzünden lokale Bruderschaften überall in der Stadt riesige Feuer, bevor lokale Delikatessen verzehrt werden. Eine kulinarische Umrahmung gibt’s auch bei den Cruces de Mayo als einem Fest, bei dem an einem Wochenende Anfang Mai mit Blumen verzierte Kreuze in der gesamten Stadt aufgestellt werden. Traditionsbehaftet ist das ebenfalls im Mai durchgeführte Festival de Música y Danza, bei dem die unterschiedlichsten Tanz- und Musikveranstaltungen mit überwiegend klassischem Hintergrund in historischer Atmosphäre aufgeführt werden. An diesen musikalischen Event schließt sich automatisch die Feria de la Música im Juni an. Historisch-religiöse Beweggründe veranlassen die Einwohner Úbedas zur Feria y Fiestas de San Miguel vom 28. September bis zum 4. Oktober. In diesem Zeitraum wird die christliche Rückeroberung der Ortschaft durch Ferdinand III. im Jahr 1233 zelebriert. Flamencoaufführungen, ein Feuerwerk, Theateraufführungen, Umzüge sowie eine richtige Feria dürfen bei dieser Veranstaltung nicht fehlen.

Schauen Sie Töpfern in Úbeda über die Schulter!

In Ihrer Freizeit finden Sie in Úbeda mehrere Möglichkeiten für einen Einkaufsbummel. Über die Landesgrenzen hinaus für die lokale Töpfertradition mit der smaragdgrünen Glasur bekannt, finden Sie in hiesigen Töpfereien oder auf Märkten schnell das passende Souvenir. In die getöpferten Kreationen werden farbige Muster aus Grasmatten eingeflochten: Dieser Anblick hat wahrlich Seltenheitswert. Schlendern Sie durch Haupteinkaufsstraßen wie die Calle Real oder über den Plaza de Andalucia, um nicht nur Souvenirs zu erstehen. Schauen Sie in dem maurischen Viertel San Millán vorbei, begegnen Sie nicht nur einer Töpferei nach der anderen, sondern erblicken auch drei bis heute erhaltene Brennöfen aus islamischer Zeit. Nahe gelegene Naturschutzgebiete wie die Sierra Magina oder Sierra de Cazorla locken mit erstklassigen Wanderwegen. Über die Bedeutung des Olivenöls für Andalusien und die Region informieren Sie sich im Museo de la Cultura del Olivo im Naturpark Laguna Grande.

Tausend Wege führen nicht nur nach Rom, sondern auch nach Úbeda

Mit dem Flugzeug erreichen Sie Úbeda am besten, indem Sie einen Flug zu den Airports in Málaga oder Sevilla auswählen. Planen Sie eine Anfahrt mit der Bahn, ist der Bahnhof Jodar-Úbeda eine wichtige Station, die rund elf Kilometer südlich der Stadt gelegen ist. Die einzige Fernverbindung der Bahn, die an Úbeda anknüpft, ist der Zug auf der Route Talgo Madrid – Almeria. Die RENFE-Züge fahren beispielsweise Stationen von Linares-Baeza in Richtung Cordoba oder Sevilla an. Sind Sie an einer Anreise mit dem Bus informiert, sollten Sie sich im Vorfeld beim Busbahnhof Estación de Autobuses erkundigen. Angebote für überregionale Verbindungen ändern sich schnell. Aus dem Grund sollten Sie im Bedarfsfall aktuelle Angebote erfragen. Eine Anfahrt mit dem Auto stellt Sie ebenfalls vor keine Probleme, wenn Sie aus südlicher Richtung die Autobahn A-44 von Granada nach Madrid bei Jaén verlassen und auf der A-316 etwa 50 Kilometer über Baeza nach Úbeda weiterfahren. Reisen Sie aus dem Norden an, verlassen Sie die Autobahn A-44 Madrid – Granada schon bei Bailén, um nunmehr auf der A-32 sowie N-322 bis nach Úbeda zu fahren.

Kein klassisches Reiseziel für Familien

Úbeda ist ein beliebtes Reiseziel für all die Urlauber, die Andalusiens kulturelle Seite kennen lernen möchten. Sehenswürdigkeiten mit Jahrhunderte alter Geschichte, Festlichkeiten von Rang und Namen und Naturlandschaften sind die Zutaten, die einer Reise nach Úbeda die richtige Würze verleihen. Diese Mischung dürfte insbesondere Individualreisenden, Pärchen und Kulturinteressierten besonders gut bekommen.

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