Die Architektur Andalusiens

Beispiel der Architektur in Andalusien die Gasee_Frigiliana

Die 3.000 Jahre alte Siedlungsgeschichte ist nicht spurlos an Andalusien vorüber gegangen. Phönizier, Tartesser und Griechen – all diese Völker besiedelten die spanische Region. Doch spätestens dann, als Römer und Mauren andalusisches Terrain erobert haben, gelangten andere Baustile ins Land. Aus diesen Baustilen entstanden Bauten, die die andalusische Immobilienlandschaft bis heute stärker prägen als jede andere kulturelle Errungenschaft.

Typisch andalusisch: Enge verwinkelte Gassen

Gasse in Andalusien

Das Resultat ist eine volkstümliche Architektur, die Andalusien ihren unverwechselbaren Charme verleiht. Besonders auffallend sind verwinkelte Gässchen, in weißer Farbe getünchte Fassaden oder Wandnischen mit Abbildungen der Jungfrau Maria bzw. einer Heiligenfigur. Auch Häuser mit Balkonen, lichtdurchfluteten Terrassen, Trockenräumen oder Laubengängen sind typisch andalusisch. Fenster mit Ziergittern sind eine weitere andalusische Eigenheit – ebenso wie die Patios, die Eingänge andalusischer Häuser über eine Diele mit dem Innenhof verbinden. Durch diesen Patio weht zumeist ein frischer Luftzug, der vor allem zur warmen Jahreszeit für angenehme Temperaturen im Haus sorgt. Ein weiteres andalusisches Charakteristikum ist die Unterteilung der Häuser gut betuchter Familien in zwei Wohnetagen. Zur Sommerzeit wird das untere Stockwerk genutzt, im Winter das obere.

Viele Großgrundbesitze in und um Großstädte

Auffällig ist die Vielfalt an Großgrundbesitzen in Sevilla und Cordoba. Diese Güter befanden sich zumeist auf weitläufigen Feldern, auf denen Oliven und Wein kultiviert wurde. Noch heute sind diese Bauerngüter an ihren großen Innenhöfen erkennbar, um die sich Wohnräume der Bediensteten, Scheunen und Ställe befinden. Der kleinere Hof dieser Güter war den Wohnräumen der Gutsherren vorbehalten. Auf Spaziergängen durch größere Städte Andalusiens fällt auf, dass diese in auffälliger Vielzahl von sogenannten Corrales de vecindad gesäumt sind. Diese Bauten sind einfache Mietshäuser, die einst in verlassenen Klöstern erbaut wurden. Nach kompletten Renovierungen dieser Häuser leben heute vor allem wohlhabende Menschen in diesen Immobilien.

Prachtbauten von Weltruf

Bild der Säulen in der Mezquita Kathedrale

Neben diesen klassischen Wohnimmobilien ist Andalusien mit einer Vielzahl weltbekannter architektonischer Bauten gesegnet. Ob die Mezquita in Cordoba, die Alhambra in Granada oder die Giralda sowie Alcazar in Sevilla – all diese prunkvollen Bauten sind während der arabischen Vorherrschaft entstanden. Eine weitere beeindruckende Hinterlassenschaft des muslimischen Zeitalters sind die Straßenlabyrinthe alter Stadtkerne. Auffallend schön sind arabische religiöse Bauten wie diverse Moscheen oder die Wasser- und Wehranlagenbauten der Zeit. An diese architektonische Epoche schloss sich der sogenannte Mudéjar-Stil an, der Elemente der Gotik, Renaissance sowie dem Almohadenstil miteinander vereint. Während dieser Zeit ist im Gegenzug die weltbekannte Kathedrale von Sevilla entstanden, die heute nicht nur die drittgrößte Kathedrale weltweit ist, sondern als größtes Gotteshaus der Welt im gotischen Stil gilt.

Die Eigenheiten des regionalen Historismus

Wer durch die Straßen Andalusiens läuft und Bauwerken mit verspielter Ornamentik begegnet, darf einen Blick auf Prachtbauten der Renaissance im Platereskenstil werfen. Monumentale Architektur-Tupfer setzte der Barock im 17. und 18. Jahrhundert, bis im frühen 20. Jahrhundert eine Unterform des regionalen Historismus dominierte, die ältere Baustile miteinander verband. Architektonische Blickfänge dieser architektonischen Richtung sind die Bauten, die während der Ibero-amerikanischen Weltausstellung Ende der 1920er Jahre in Sevilla entstanden sind.

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